ITS News 03/2025

Schlecht gealtert:
Warum alte Passwörter heute ein Risiko sind!
Viele Personen benutzen Passwörter, die schon seit Jahren bestehen: vielleicht dasselbe für Uni-Login, private E-Mails oder Cloud-Speicher. Das Problem: Was früher „sicher genug“ war, kann inzwischen innerhalb von Minuten geknackt werden – dank deutlich stärkerer Hardware, besserer Algorithmen und mehr Rechenleistung oder durch den Einsatz von KI.
Laut einer Untersuchung aus dem Jahr 2025* kann ein achtstelliges Passwort, das nur aus Kleinbuchstaben besteht, mit moderner Hardware in nur drei Wochen geknackt werden. Wenn zusätzlich Großbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen verwendet werden, verlängert sich die erforderliche Zeit drastisch – bis zu Hunderten von Jahren, sofern das Passwort lang genug ist und ausreichend komplex.
Aber: Nur weil ein Passwort komplexe Zeichen enthält, bedeutet das nicht automatisch, dass es sicher ist. Wurde ein Passwort schon einmal geleakt (also im Internet auf Hackerseiten veröffentlicht) oder enthält es einfache Wörter oder wird zwischen mehreren Accounts wiederverwendet, lässt es sich durch Wörterbuch- oder Kombinationsangriffe deutlich schneller knacken.
Warum alte Passwörter oft schwach sind?
- Ältere Passwörter wurden häufig mit nur 6 – 8 Zeichen gewählt, oft ausschließlich Buchstaben. Die Anzahl der möglichen Kombinationen steigt jedoch mit jedem zusätzlichen Zeichen – je länger, desto besser.
- Nur Kleinbuchstaben sind besonders gefährlich; je mehr verschiedene Zeichentypen (Groß-/Kleinbuchstaben, Zahlen, Sonderzeichen) man nutzt, desto schwieriger wird es für Angreifer.
- Dasselbe Passwort für mehrere Dienste zu verwenden oder Wörter einzusetzen, die im Internet leicht zu finden sind, erleichtert Angreifern ihre Arbeit.
- Die Hardware-Leistung steigt rasant, und Cracking-Tools werden immer effizienter. Deshalb ändern sich auch die Regeln dafür, was heute als „sicher“ gilt.
Was können Sie tun, um Ihr Passwort sicher zu machen?
- Verwenden Sie Passwörter mit mindestens 12 – 13 Zeichen, möglichst sogar mehr.
- Bauen Sie Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen ein. Ein Trick, um sich so ein kompliziertes Passwort zu merken, ist dafür einen Merksatz zu erstellen in dem die jeweiligen Zeichen als Anfangsbuchstaben enthalten sind. Ein Beispiel: „Mein neues Passwort von 2025 ist sicher! Und nicht in 5 Minuten zu knacken!“ wird zu MnPv2025is!&ni5Mzk! (Dieses Beispiel bitte nicht verwenden, sondern einen eigen Merksatz erstellen)
- Prüfen Sie Ihre Passwörter auf Sicherheit und ändern Sie unsichere (z.B. zu kurze Passwörter). Tipps zur Passwortsicherheit finden Sie auch auf unserem Flyer im Internet.
- Verwenden Sie für verschiedene Dienste unterschiedliche Passwörter; ein Passwort-manager kann Ihnen dabei helfen.
Wenn Ihr Passwort an der Universität Bayreuth schon älter ist oder zu kurz und keine Sonderzeichen enthält, können Sie dieses im ITS Portal selber ändern.
Mit einem starken, gut gewählten Passwort schützen Sie nicht nur Ihren Uni-Account,
sondern auch Ihre privaten Daten.
Quelle: *https://www.heise.de/en/news/Study-This-is-how-much-time-it-will-take-to-crack-a-password-in-2025-10373456.html
Gut gealtert:
Von der Anlaufstelle in den Ruhestand
Nach über 42 & 30 Jahren verabschieden sich in diesem Jahr zwei langjährige Kollegen – Jürgen Sturm & Ronald "Ronny" Schönheiter – in den wohlverdienten Ruhestand. Beide waren zuverlässige Ansprechpartner in der ITS-Anlaufstelle, nicht nur für alle Beschäftigten und Studierenden der Uni Bayreuth, sondern auch für die Kollegschaft im ITS.
Nach so einer langen Zeit konnten wir sie nicht einfach ziehen lassen, sondern wollten noch ein bisschen was von Ihnen wissen:
Was war das interessanteste Projekt während deiner ITS-Zeit?
Jürgen Sturm: Die PC-Garage: Etablierung einer Hardware- und Systemsoftware-Unterstützung ausschließlich für Privatgeräte Studierender, seit vielen Jahren durch zwei sehr kompetente Kollegen fortgeführt.
Wie habe ich Motivation und Engagement während meiner Zeit im HRZ/RZ/ITS aufrechterhalten? Jürgen Sturm: Es war immer erfüllend, für Wünsche und Probleme der Anwender einen möglichst akzeptablen Kompromiss aus lokalen Möglichkeiten und grundlegenden Rahmenbedingungen zu finden.
Was waren die bedeutendsten Veränderungen im Laufe deiner Zeit im ITS?
Jürgen Sturm: Im Verlauf meiner 42-jährigen Tätigkeit an der Universität Bayreuth hat sich die IT von einfachsten Anfängen (dezentrale, modulare 8-Bit-Rechner mit 64 kB RAM und 360-kB-Disketten, ohne Netzwerke und mit Großrechnerzugang zum RRZE nur über Lochkarten-Lesestationen) bis zum heutigen Stand entwickelt. Parallel dazu erfolgte der Wandel vom Hochschulrechenzentrum zum IT-Servicezentrum für die heute allgegenwärtige und unverzichtbare IT. Bedauerlicherweise ist die qualifizierte Arbeit der Kolleginnen und Kollegen, die diese Infrastruktur fortentwickeln und am Laufen halten, damit weitgehend aus der Wahrnehmung verschwunden.
Welche Lektion würdest Du an junge Kollegschaft weitergeben?
Jürgen Sturm: Die Nutzung kritischer Cloud-Infrastruktur sollte möglichst nur erfolgen, wenn sie nicht zu mittel- oder langfristiger Abhängigkeit in Bezug auf Datenschutz, Datenverfügbarkeit oder Kosten führt.
Ronny, was war die größte Herausforderung, der du während deiner Zeit im ITS gegenüberstanden bist, und wie hast du sie gemeistert?
Ronald Schönheiter: 30 Jahre, von 1995 bis 2025: Vom Hochschulrechenzentrum zum Rechenzentrum, danach zum IT-Servicezentrum – und jetzt das ITS. Wie man an den Bezeichnungen schon sieht, die einzige Konstante in dieser Zeit ist der ständige Wandel. Hardware, Betriebssysteme, Software, Dienste und Aufgaben, IT heutzutage ist immer im Fluss, ständig gibt es Neues.
Um ein bisschen Resümee zu ziehen: Die größte Herausforderung für mich, eigentlich für uns alle, in dieser Zeit war es, mit den Veränderungen nicht nur Schritt zu halten, sondern immer einen Schritt weiter zu sein, um den Nutzenden bei ihren Fragen und Problemen helfen zu können und Lösungen zu entwickeln, um auch die ständig wachsende Anzahl an Fragen und Problemen schneller und effizienter bearbeiten und lösen zu können.
Da gehört natürlich eine gehörige Portion Motivation dazu – wie kann man diese über diese Zeit aufrecht erhalten?
Ronald Schönheiter: Das funktioniert nur, wenn man den Spaß und das Interesse an dieser Arbeit nicht verliert und man benötigt auch eine große Portion Humor dazu. Was auch unbedingt notwendig ist, ist ein gutes Serviceteam und gute Teammitglieder in anderen Abteilungen, da größere Probleme nur im Team gelöst werden können – IT ist keine One-Man-Show, sondern funktioniert schon aufgrund der Komplexität und der Breite nur im Team. Ich kann mich da in dieser Zeit nur bei meinen Kolleginnen und Kollegen für die sehr gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit bedanken.
Als Abschiedsworte möchte ich Douglas Adams zitieren:
So long, and thanks for all the fish
So viele Jahre im ITS – wir möchten DANKE sagen für eure treue und engagierte Arbeit. Und wünschen euch einen wundervollen Übergang in den Ruhestand und viele unbeschwerte Momente.
Neuer Multimedia-Shop:
Modernisierung Ihrer Medientechnik-Ausleihe
Das IT-Servicezentrum stellt vor: Der neue Multimedia-Shop – eine Weiterentwicklung Ihres vertrauten Ausleihservices. Unser Ziel: Sie noch besser bei Projekten und Veranstaltungen mit modernster Technik zu unterstützen.
Was ist neu?
- Erweitertes Sortiment: State-of-the-art-Projektoren, leistungsstarke Lautsprecher, hochwertige Mikrofone und innovative Videokameras.
- Effizientere Prozesse: Einfacher Online-Antrag für schnelle Equipment-Bereitstellung.
- Mehr Verfügbarkeit: Höhere Ausleihsicherheit durch größeren Gerätebestand.
So funktioniert's:
- Anfrage: Geräte online auswählen (max. 2 Wochen).
- Abholung: Nach Bestätigung im ITS (Raum 3.2.U1.164.1).
- Rückgabe: Pünktlich mit Funktionsprüfung.

Ihre Vorteile:
- Kostenlos für Uni-Angehörige
- Fachberatung
- Flexible Ausleihdauer
Unser Antrieb: Wir unterstützen Ihre kreativen Ideen – ob Präsentation, Veranstaltung oder Forschung.
Jetzt entdecken! Besuchen Sie den Multimedia-Shop (Campusnetz oder via VPN).
Achtung: Win10 Support-Verlängerung für Uni-Rechner nicht möglich
Microsoft hat kürzlich angekündigt, den Support für Windows 10 um ein weiteres Jahr – bis Oktober 2026 – kostenfrei zu verlängern. Diese Regelung gilt jedoch ausschließlich für die private Nutzung mit Windows 10 Home oder Pro. Für die an der Universität Bayreuth eingesetzte Enterprise-Version besteht keine kostenfreie Verlängerung.
Das bedeutet: Alle universitären Rechner, die noch mit Windows 10 Enterprise betrieben werden, müssen bis spätestens zum 14.10.2025 auf Windows 11 umgestellt werden. Nur so ist weiterhin der volle Sicherheits- und Funktionssupport
gewährleistet.
ITS Wissen
Auch im Wintersemester 2025 bieten wir unsere Schulungsreihe ITS-WISSEN an – wieder online! Wir vermitteln Ihnen mit 3 IT-Themen praxisrelevantes Wissen – für einen effizienteren, einfacheren Arbeitsalltag.
- Online: Teilnahme von jedem Ort (Büro/Homeoffice).
- Zugang: Link erhalten Sie vor Schulungsbeginn.
Die Anmeldung erfolgt wie gewohnt über unser e-Learning-Portal. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihrer IT-Weiterbildung!
ITS-Wissen Termine & Themen
29. Oktober 2025 / 10 – 11 Uhr / ITS-Portal
Einführung und Tipps
26. November 2025 / 10 – 11 Uhr / BayRMS
Sie erhalten die aktuellsten Infos und nützlichen Tipps zum Reisemanagement BayRMS
10. Dezember 2025 / 10 – 11 Uhr / Digitale Unterstützung in der Lehre
e-Learning (Moodle), Videos (Panopto) & Mediennutzung in den Lehrräumen, inkl. PC-Pools & e-Assessment
Termine 2025
12.11.2025 / 9 – 11 Uhr / KI-Schulung: KI-gestützte Bild- und Textbearbeitung. Die Anmeldung ist in den jeweiligen Kursen über das E-Learning-System möglich.

IMPRESSUM:
Herausgeber:
IT-Servicezentrum
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Leitender Redakteur: Oliver Gschwender
Autoren: Oliver Gschwender,
Nadja Bursian, Dr. Ronald Schönheiter, Jürgen Sturm
Gestaltung: Nadja Bursian
Fotos: Dominik Schramm, Adobe Stock, Screenshots
