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its-news-04-2021



Im ITS bläst ein starker Wind

Was passiert eigentlich im IT-Servicezentrum (ITS) der Uni Bayreuth? Diese Frage stellte sich auch Frau Prof. Dr. Tittlbach. Die neue Vizepräsidentin für den Bereich Digitalisierung, Innovation und Nachhaltigkeit wurde bei ihrem Besuch im September vom Leiter des ITS, Herrn Dr. Grandel, persönlich herumgeführt. Dabei konnte Sie sich einen genauen Überblick über Abläufe, Technik und Nachhaltigkeit am ITS verschaffen.Gleich zu Beginn der Führung blies ihr ordentlich Wind entgegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Gebäude des NWIII betreibt das ITS mehrere große Linux Cluster für das High Performance Computing (HPC). Der Verbrauch dieser Cluster liegt zwischen 150-200 Kilowatt. Die Abwärme, die dabei entsteht gleicht einem gigantischen Föhn. Ein handelsüblicher Föhn bläst im Vergleich dazu mit nur 1,5KW. Der Physiker und verantwortliche ITS-Mitarbeiter Dr. Bernhard Winkler erklärte, dass die eingesetzte Energie nicht ungenutzt verpufft. Über eine Wärmerückgewinnung wird die Energie für das Gebäude verwendet. Diesen Aspekt fand die Vizepräsidentin besonders interessant.

In einem anschließenden Briefing mit den Abteilungsleitern des ITS konnte Frau Prof. Tittlbach sich einen tiefer gehenden Überblick über  die  Prozesse der Serviceeinrichtung verschaffen. Aus Ihrer Zeit als Dozentin in der Lehre kannte sie die Angebote zu Präsentations- und Aufzeichnungstechniken, die E-Learning Server sowie die Möglichkeiten zu Aufzeichnung und Streaming von Vorlesungen. Welchen Aufwand  das  ITS im Hintergrund  betreibt, um einen reibungslosen Ablauf dieser Dienste zu gewährleisten, hat sie doch beeindruckt. Ohne die Pflege der Netzwerktechnik, der  verschiedenen Server in der  Universitätsverwaltung und Universitätsbibliothek, dem Betrieb von Datenspeicherlösungen wie Myfiles oder dem Forschungsdatenmanagement, den Anforderungen an Backuptechnik oder die Abwehr  von  Hackerattacken  und  Spionagesoftware  wäre  ein sicherer Betriebsablauf an der Universität Bayreuth undenkbar. „Ich fand es sehr spannend, die Arbeitsabläufe im Detail kennenzulernen und zu sehen, wie vielschichtig diese Themen sind.“, sagte sie am Ende des Treffens für das sie sich drei Stunden Zeit genommen hatte. Dr.Grandel ging auch auf die aktuellen Herausforderungen ein.  Dazu zählen die Verstetigung von Mitteln, welche für eine kontinuierliche Erneuerung der  Medienausstattungen in den Lehrräumen dringend benötigt werden. „Das stetige Wachstum der Universität sorgt für quantitativ und qualitativ steigende Anforderungen an Technik und  Personal.“, verdeutlichte der Leiter des IT Servicezentrums. Zu nennen wäre dabei der Aufbau der IT des Campus Kulmbach oder die Sicherung des nachhaltigen Betriebes Forschungsdatenmanagements. Besonders die Informationssicherheit wird aufgrund der Verarbeitung von sensiblen Daten z.B. durch den Medizincampus weiter an Bedeutung gewinnen.„Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit“ erklärte Dr. Grandel, der wie die übrigen beteiligten ITS-Beschäftigten sehr positiv  beeindruckt war von dem großen Interesse und dem offenen Austausch mit der neuen Vizepräsidentin.


Backups: Vorsicht ist besser als Nachsicht

Ich habe nur ganz normal an meinem Laptop gearbeitet - wie immer. Auf einmal: Aus. Könnt ihr bitte meine Datenretten?“. Diesen Moment erleben wir im ITS mehrmals in der Woche. Die Antwort lautet dann zunächst „Kommt drauf an...“.

Sturz, Brand, verschüttete Flüssigkeit, versehentliches Löschen/Überspeichern, Hardwaredefekte, Verschlüsselungstrojaner,... die Liste der Ursachen, die zu einem Verlust der Daten führen können ist lang. Gleichzeitig wird die Datenrettung immer komplizierter. Denn Daten auf neueren Laptops, Tablets und Smartphones sind oft (ohne Ihr Wissen) verschlüsselt, was selbst professionelle Datenrettungsunternehmen vor unlösbare Probleme stellt.

Deshalb wird das Sichern Ihrer Daten immer wichtiger. Gute Datensicherheit bedeutet: jede Datei existiert mindestens zweimal, und zwar auf (räumlich) getrennten Medien (NAS, ext. Festplatte, Cloud...). Die Backups müssen regelmäßig durchgeführt werden. Wie oft? Sie müssen davon ausgehen, dass Ihr Gerät jederzeit ausfallen kann. Wenn Sie an einer Masterarbeit schreiben sind 2 verlorene Tage schon extrem ärgerlich. Einige Betriebssysteme bieten komfortable, automatisierte Backup-Lösungen an. Windows 10 und 11 beispielsweise den „Dateiversionsverlauf“, Apple bei macOS die „TimeMachine“. Von iPhones/iPads kann man Backups am Computer via iTunes/Finder oder direkt vom Smartphone in der iCloud ablegen.

Nutzung zentral gemanagter (und gesicherter) File-Services.

Das ITS bietet Ihnen einen File-Service für Ihr persönliches Homeverzeichnis sowie ein Gruppenverzeichnis für Lehrstühle. Dort sind Ihre Daten hochverfügbar gespeichert und werden über verschiedene Methoden gesichert. Backups, auf die Nutzer selbständig zugreifen können, sind 30 Tage rückwirkend verfügbar. Das ITS empfiehlt Daten Grundsätzlich auf dem File-Server zu bearbeiten und zu speichern.

Neue Möglichkeiten für die Verwaltung von Forschungsdaten

„Moderne Forschungseinrichtungen, wie die Universität Bayreuth, benötigen effiziente, leistungsfähige Konzepte zum Datenmanagement. Gemäß immer anspruchsvollerer Guidelines von Fördern im Hinblick auf die FAIR-Prinzipien, müssen Forschungsdaten im digitalen Zeitalter jederzeit auffindbar, zugänglich, interoperabel und dadurch wieder-verwendbar sein. Daher ist es für Forschende wichtig, sich schon während der Antragsphase Gedanken zu machen, wie sie ihre Daten vorhalten können und in welcher Infrastruktur diese gesammelt werden. Das IT-Servicezentrum (ITS) bietet hierfür Beratung und technische Unterstützung durch die Projektgruppe „Forschungsdatenmanagement“ an.

Neue Möglichkeiten zur Speicherung und Verwaltung von Daten

Mit Collections@UBT hat das ITS im vergangenen Jahr eine flexible, webbasierte Anwendung zur Speicherung, Verwaltung und (Außen-)Darstellung multimedialer digitaler Inhalte eingeführt. Die zugrundeliegende Softwareplatt-form easydb wurde durch die Programmfabrik GmbH mit Sitz in Berlin entwickelt. Inzwischen ist sie unter anderem als Digital / Media Asset Management System an über 60 wissenschaftlichen Einrichtungen und Hochschulen im deutschsprachigen Raum im Einsatz. Der Fokus der Anwendung an der Universität Bayreuth liegt in der Verwaltung multimedialer Sammlungsbestände. Collections@UBT soll dabei die Möglichkeit zur Bereitstellung audiovisueller und multimedialer Inhalte für Lehre und Forschung durch die Organisationseinheiten, auf Projektebene (bspw. DFG, SFB, ...) oder im Rahmen der Vor- und Nachlassverwaltung an der Universität Bayreuth bieten. Neben der klaren und übersichtlichen Benutzeroberfläche bietet die Software ein 100% flexibles Datenmodell, welches kontinuierlich an die Anforderungen der Aufnahme interdisziplinärer Daten und deren Metadaten angepasst werden kann. Das feingranulare Rechtemanagement des Systems erlaubt die Entscheidung darüber, ob Ihre Daten öffentlich verfügbar oder nur für Uni Angehörige oder bestimmte Personen erreichbar sein sollen. Das IT-Servicezentrum hat das Hosting übernommen. Damit liegen Ihre Daten sicher auf den Servern am Campus.

Individuelle Schulungen und Beratung

Individuelle Schulungen zur Anwendungen, Sammlungsbetreuung und Verwaltung bietet das IT-Servicezentrum auf Anfrage an. Außerdem finden Sie ein Handbuch, weiterführende Informationen sowie Ansprechpartner auf der Homepage des Forschungsdatenmanagements unter: https://www.fdm.uni-bayreuth.de/Collections

Bis dass der TÜV uns scheidet

Jeder kennt diesen Spruch, der den Abschied vom altgewohnten fahrbaren Untersatz umschreibt. Auch von alten Netzwerkkomponenten muss Abschied genommen werden, weil es für sie keinen Service und keine aktuelle Software mehr gibt und nicht zuletzt Gründe der IT-Sicherheit dies erfordern. Im kommenden Jahr werden jeweils am Mittwochmorgen von 7.00 bis 9.00 veraltete Netzwerkkomponenten außer Betrieb genommen und durch neue ersetzt werden. Die entsprechenden Termine der zwangsläufig damit verbundenen Netzwerkunterbrechungen und die betroffenen Gebäudeteile werden auf den Seiten des IST rechtzeitig bekanntgegeben.

Ihre IP-Adresse läuft ab!

Es kommt häufig vor, dass alte Endgeräte (PCs, Laptops,…) durch neue ersetzt werden und die alten Geräte für alle Eventualitäten aufbewahrt werden. Wenn dann nach Jahren das Gerät reaktiviert werden soll, stellt man aufgrund eines so genannten IP-Adress-Konflikts fest, dass die ehemals zugeordnete IP-Adresse neu vergeben worden ist und sich nun mindestens zwei Endgeräte und bisweilen deren Besitzer um die fragliche IP-Adresse streiten.

Unsere Bitte, um derartige Situationen zu vermeiden: Wenn Geräte die Universität verlassen oder wenn Sie Geräte und damit deren IP-Adresse für längere Zeit nicht mehr betreiben, dann stellen Sie bitte einen Antrag auf Löschung der IP-Adresse des Geräts, oder erkundigen sich VOR Wiederinbetriebnahme eines Gerätes beim ITS, ob die alte IP-Adresse noch diesem Gerät gehört und ob gegebenenfalls eine neue beantragt werden muss.

WEIHNACHTSSCHLIESSUNG

Die ITS Anlaufstelle, Materialausgabe, MM-Hotline, Druckerei,
PC-Garage und Laptopsprechstunde bleiben geschlossen
vom 23. Dezember 2021 bis einschließlich 07. Januar 2022

Termine

CMS Grundlagenschulung

Aufgrund der Kontaktbeschränkungen bieten wir die CMS Grundlagenschulung momentan nur per Videokonferenz an. Sie benötigen dazu einen internetfähigen Computer mit Mikrofon (Video nicht zwingend notwendig) und können auch vom Home-Office aus teilnehmen. Es ist nicht notwendig, ein bestimmtes Programm herunterzuladen. Sie erhalten mit Ihrer Anmeldebestätigung einen Einladungslink von uns per E-Mail.

Onlineschulung:

  • Termin Mo 20.12.21 9:30 – 11:00
  • Termin Mi 12.01.22 9:30 – 11:00
  • Termin M0 31.01.22 9:30 – 11:00

Melden Sie sich bitte für die Onlineschulung im e-Learning-Kurs an.

IMPRESSUM:

Herausgeber:
IT-Servicezentrum
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth

Leitender Redakteur: Oliver Gschwender
Autoren: Oliver Gschwender, Dr. Thomas Martin, Dr. Martin Bahr, Claudia Willer



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Verantwortlich für die Redaktion: Oliver Gschwender